Er ist traumhaft. Eine Offenbarung. Schon bei seinem Anblick merkst du, dass gleich etwas magisches auf dich zukommt. Es steigt dir ein herrlicher Duft in die Nase, der dir sofort ein gutes Gefühl gibt. Dein Speichel wird zu einem reißenden Fluss und du hast Mühe, deine überproduzierte Flüssigkeit im Mund zu behalten. Obwohl du es kaum erwarten kannst, führst du den Leckerbissen behutsam und ganz langsam zu deinem Mund. Vorfreude ist bekanntlich die größte Freude. In diesem Fall geht es noch besser. Sobald du das gute Stück im Mund hast, entspannt sich dein ganzer Körper, du schließt die Augen und stöhnst, wie gut das tut… Ganz klar, es geht um einen unglaublich wunderbaren Schokokuchen. Woran hast du denn gedacht?

Einfach geil

Ich habe das Rezept von einem Franzosen – eh klar. Als ich den Kuchen zum ersten Mal gegessen habe, war meine Reaktion: „Mmmh, aaaah, oh mein Gott, ich muss das Rezept haben!“ Gesagt, getan. Schon wurde mir die Seite aus dem Kochbuch präsentiert und ich war verblüfft wie wenig da stand… an Zutaten und Anleitung. Also ich verstand zwar trotzdem nur Bahnhof, weil Fremdsprache und so, aber ich hatte Glück. Das Englisch des Franzosen war um vieles besser als mein Französisch. Quelle chance!

Gesagt, getan

Irgendwann zuhause, zurück von dem nicht nur kulinarisch wunderbaren Frankreich-Urlaub, hab ich mich an dem Kuchen versucht. Meine Erwartung ging gegen Null, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass mein Kuchen so gut werden würde, wie von dem französischen „Eigentlich-Hobby-aber-schon-damals-Superkoch“. Mittlerweile hat er sein eigenes Delikatessengeschäft und kocht für zahlende Gäste.

Ich befolgte also die wenigen Arbeitsschritte und siehe da…. der Kuchen sah genauso aus wie der in Frankreich. Ich hab damals vor lauter Freude und Stolz gleich Fotos gemacht. Und als Beweis. Aber das beste daran war, er hat auch noch so wunderbar geschmeckt! So saftig! So französisch! Himmlisch!

Mach es dir leicht

Heute hab ich ihn mal wieder gebacken. Auf Wunsch einer Freundin. Der von meiner Tochter beigesteuerte Soundtrack zur heutigen Back-Session war „Backe, backe Kuchen“. Sie weiß schon jetzt, welches Lied eine bestimmte Situation verlangt. Mein Kind! Bisschen enttäuscht war sie, weil der Spaß gleich wieder vorbei war. Dieses Rezept geht echt schnell.

Meine Freundin war begeistert. Selbe Reaktion: „Mmmh, aaaah, oh mein Gott, ich muss das Rezept haben!“ Als ich ihr das Rezept schicke, wird mir etwas bewusst: Der Kuchen schmeckt wunderbar und ist überhaupt keine Hexerei. Im Gegenteil. Es muss nicht die sieben-stöckige Torte sein oder das Hipster-Rezept gesehen bei Instagram oder in der „Bakery“ ums Eck. Kann, muss aber nicht. Es darf auch leicht gehen. So herrlich einfach. Es muss nicht immer rocket science sein. Es darf auch daneben gehen. Es darf auch mal nicht funktionieren (wir dürfen das übrigens auch). Aber es darf auch einfach gut schmecken. Mit nur wenigen Handgriffen zu einer Geschmacksexplosion par excellence. Entspannt, leicht und mit sündig guten Kalorien.

Unglaublicher Schokokuchen

Zutaten:

  • 200 g Butter
  • 200 g Kochschoki
    (ausprobierte Varianten: 120 g Zartbitterschoki oder 100 g Vollmilchschoki)
  • 5 Eier
  • 160 g Staubzucker

Anleitung:

Butter und Kochschoki schmelzen – laut Originalrezept passiv – ich hab es direkt im Topf gemacht

– wenn die Schoki geschmolzen ist und keine Klumpen mehr macht, die Eier und den Staubzucker nach und nach einrühren

– in eine flache und weitläufige Form gießen (z.B. Tortenspringform)

GENAU 18 Minuten bei 180°C backen (Ober-Unterhitze). Danach auskühlen lassen und genießen

– Lasst euch nicht beirren, der Kuchen ist in der Mitte zunächst weich

Am nächsten Tag ist er noch besser… angeblich 😉

Gutes Gelingen!

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