Wir wären nie gewaschen und meistens nicht gekämmt,

die Strümpfe hätten Löcher und schmutzig wär‘ das Hemd…

Wer kennt sie nicht, diese vertrauten Zeilen? Entweder, weil du ein Superbrain bist und das Gedicht noch aus deinen Kindertagen im Kopf hast – bzw. du es so oft üben musstest – weil du kein Superbrain bist – und es deshalb in dein Hirn eingebrannt ist.

Oder du siehst wie ich, sobald du an den Kinderreim denkst, die österreichischen Kabarettisten Lukas Resetarits, Alfred Dorfer, Roland Düringer und wie sie alle heißen vor dir, wie sie dieses Gedicht abwechselnd aufsagen. Eine Szene aus dem legendären Film Muttertag, der zurecht jedes Jahr im Österreichischen Rundfunk (ORF) gezeigt wird. Im Sinne des Bildungsauftrags quasi. Danke an dieser Stelle.

Sechs Monate Clubmitglied

Für mich persönlich ist es in diesem Jahr ein besonderer Muttertag. Es ist nämlich mein erster selbst als Mama. Ich bin zwar erst seit knapp sechs Monaten Mitglied in dem elitären Club, aber das reicht für viele Learnings, Aha-Erlebnisse und Sätze, die ich erst jetzt verstehe. An dieser Stelle würde meine eigene Mama einen Luftsprung machen, nach der Landung um einen halben Meter größer werden und mich triumphierend ansehen: „Na, verstehst du mich jetzt?” Jo, eh Mama …

Muttertag. Ja, es ist ein völlig kommerzialisierter Feiertag, der vor allem die Kassen der Blumengeschäfte klingeln lässt. Und ich verstehe, dass es so mancher Spross als eine lästige Pflicht empfindet, genau an diesem Sonntag auf Familie zu machen.

Lächerlicher Zeitausgleich

Tja, die Lösung ist einfach, denn spätestens seit sechs Monaten weiß ich aus eigener Erfahrung, dass EIN Muttertag im Jahr völlig lächerlich ist. Für das was eine Mama täglich stemmt, ist ein Tag „Zeitausgleich” lächerlich. Zumal die Mamas an diesem Tag ja selten „wirklich frei” haben.

Also feiern wir doch täglich unsere Mamas (und uns selbst)! Es geht nicht ums Schenken (natürlich hab ich eine Wunschliste meinem Partner diktiert), sondern durchaus um die kleinen Dinge, die den Alltag einfacher machen und der Seele gut tun. Sei es eine Tasse Tee, eine Umarmung, nette Worte oder ein selbstverständliches „ich mach heute die Küche sauber, Schatz”.

Denn auch die stärksten Superkräfte müssen mal aufgeladen werden. Frohes Chargen, Mamas! Ich find euch alle super!

 

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